DRK vor Ort

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Das DRK im Kreis Mettmann

Das Rote Kreuz hält weltweit an 365 Tagen im Jahr Personal und Material in Bereitschaft, um Menschen in Notlagen schnellstmöglich und professionell helfen zu können.

Im DRK-Kreisverband Mettmann haben wir über 1.000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und – zu unserer großen Freude über 400 Mitglieder im Jugendrotkreuz. Darüber hinaus unterstützen uns jährlich rd. 16.000 Blutspender und rd. 11.000 fördernde Mitglieder.

 

Die Betätigungsfelder des Deutschen Roten Kreuzes reichen vom Ärztlichen Notfalldienst bis zum Bundesfreiwilligendienst und hinsichtlich des Lebensalters von der Krabbelgruppe bis zum Seniorentreff. Das Rote Kreuz erreicht Menschen jeden Alters.

Jugendrotkreuz

Mit 13 Ortsvereinen, 25 JRK- Gruppen, über 25 Schulsanitätsdienste, mehr als 10 Schulen, die am Streitschlichter- Programm teilnehmen und insgesamt weit über 600 Mitgliedern ist der Kreisverband Mettmann der größte im Landesverband Nordrhein im Bereich des Jugendrotkreuzes.

Die Mitgliederzahl ist seit 1980 von 289 auf heute 639 JRK'lerInnen gestiegen, das bedeutet eine Erhöhung um 121%. Der Anteil des Schulsanitätsdienstes macht mit 244 Mitgliedern einen Anteil von 38% aus.



Der Schulsanitätsdienst setzt an der Selbsthilfe in den Schulen an. Er bildet freiwillige Lehrer aus zu Unterrichtenden in Erster Hilfe, die wiederum freiwillige Schüler zu Sanitätern ausbilden. Diese besetzen in den Pausen den Sanitätsraum der Schule und gehen Sanitätsstreife, so dass bei Verletzungen und Notlagen aller Art schnelle, kompetente Hilfe vor Ort ist und so die Zeit überbrückt, die der Rettungsdienst braucht, um an den Einsatzort zu kommen. Das DRK sorgt für die Aus- und Weiterbildung der Lehrer, die Erstausstattung der Schulsanitäter und ein Forum, in dem man sich trifft. So wurden die Schulsanitäter aus Ratingen bei der Landesmeisterschaft der „Schulsanis“ 2004 Landesmeister!

Erste Hilfe

Ein Kernaufgabenfeld des DRK als Hilfsorganisation ist die Erste Hilfe. Der DRK Kreisverband Mettmann will durch Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung in der Ersten Hilfe einen hohen Ausbildungsstandard schaffen und seine Stärken in der Breitenausbildung ausbauen.

 

Die neueste Kampagne, die der DRK-Kreisverband zum Thema „Erste Hilfe“ startet, ist die Automatisierte Externe Defibrillation (AED). Hierbei geht es darum, der Todesursache Nummer eins in Deutschland, dem plötzlichen Herztod, entgegen zu wirken. Risikogruppen sind hierbei Menschen, die einen stressigen Lebenswandel aufweisen, evtl. rauchen, zu gut essen und trinken und sich zu wenig bewegen.

 

Bei einem Herzinfarkt tritt technisch zunächst in vielen Fällen ein so genanntes „Herzkammerflimmern“ ein, eine sehr schnelle, unkoordinierte Herztätigkeit, bei der kein Blut mehr durch den Körper gefördert wird, also die Versorgung mit Sauerstoff zusammenbricht. Durch einen frühzeitigen elektrischen Impuls – als Laie kennt man das als „Elektroschock“, der Fachmann sagt „Defibrillation“ – kann oft wieder eine geordnete Herztätigkeit hergestellt werden. Als Faustregel sagen wir, jede Minute ohne Defibrillation verringert die Überlebenschancen um 10 %. Trotz der schnellen Eintreffzeiten des Rettungsdienstes  - von der Alarmierung bis zum Einsatzort etwa 8 Minuten – ist die Prognose daher meist nicht sehr günstig.

 

Daher kommt es darauf an, eine weite Verbreitung entsprechender Geräte – z. B. in Betrieben, öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln usw. -  zu erreichen und das Wissen über ihren Einsatz bereits den Ersthelfern zu vermitteln. Dies ist heute problemlos möglich, weil die modernen Geräte nahezu selbstständig die Diagnose und ggf. den Stromstoß ausführen – in Studien haben selbst zehnjährige Kinder die Geräte fehlerfrei bedienen können.

 

Die Vorleistung des DRK Kreisverbandes Mettmann besteht in der Anschaffung eines Gerätes für Sanitätsdienst, diverser Trainingsgeräte und der Qualifizierung von Ausbildern für die Automatisierte Externe Defibrillation.

Sozialarbeit

Das Deutsche Rote Kreuz zählt mit der Arbeiterwohlfahrt, dem Caritasverband, der Diakonie, dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Jüdischen Kirchegemeinde zu den nach der Abgabenordnung anerkannten Wohlfahrtsverbänden.

 

Für beispielhafte Projekte aus dem Bereich der Sozialarbeit stehen „Menschlichkeit statt Gewalt“ und „Qualifizierungsmaßnahme Sozialkoordinator im Betreuten Wohnen in NRW“.

„Menschlichkeit statt Gewalt“

Hierbei hilft das Rote Kreuz mittels Sprachkursen bereits im Kindergarten ausländischen Kindern ab der ersten Klasse, den Schulstoff zu verstehen.

Bei höheren Jahrgängen ergänzt das Rote Kreuz die Förderung dieser Sprachkompetenz durch Anti-Agressionskurse z. B. in der Gesamtschule in Heiligenhaus (vgl. Faltblatt).

„Qualifizierungsmaßnahme Sozialkoordinator im Betreuten Wohnen in NRW“

Sozialkoordinatoren werden als kompetente Ansprechpartner in Senioren-Einrichtungen des „Betreuten Wohnens“ älterer Menschen eingesetzt.

 

Der Einsatz von Sozialkoordinatoren soll die Wohn- und Betreuungsqualität für ältere Menschen verbessern und ist ein wichtiger Baustein des Qualitätssiegels „Betreutes Wohnen für ältere Menschen in Nordrhein-Westfalen“. Der nächste Schritt ist die Ausweitung der Qualifizierungsmaßnahme auf die Betreuung behinderter Menschen

 

Dies ist nur ein kurzer Abriss über einige wenige Aufgabenfelder im Wohlfahrtsbereich, die wir im DRK-Kreisverband Mettmann bearbeiten und auch nach Heiligenhaus übertragen haben, um Hilfe zu leisten im Zeichen der Menschlichkeit.

Katastrophenschutz

Die ehrenamtlichen Rot-Kreuz-Helfer des DRK im Kreis Mettmann engagieren sich im komplexen Hilfeleistungssystem des Deutschen Roten Kreuzes. Sie sind als Teil der „Einsatzeinheiten“ in der Lage, auch größere Schadenslagen im Kreis und darüber hinaus zu bewältigen. Dazu haben die Hilfsorganisationen im Kreis Mettmann eine Alarm- und Ausrückordnung erarbeitet.

 

In Zusammenarbeit mit anderen Einsatzeinheiten sowie der DRK-Hilfszugabteilung werden auch Großveranstaltungen sanitätsdienstlich begleitet. So befanden sich die vier DRK-Einsatzeinheiten im Jahr 2006 in Vorbereitungen auf die Fußballweltmeisterschaft 2006, für die nicht nur das Einsatzszenario Einsatzeinheiten vorgesehen war, sondern auch die Bereitstellung von Transportkapazitäten für Großschadenslagen.
Ende 2006 wurden 441 Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes mit einer Urkunde und einer Bandschnalle „WM 2006“ ausgezeichnet. Anlass war die Unterstützung bei der Fifa Weltmeisterschaft 2006.
Allein für die Bereitstellung der Transportkomponente mit 23 Fahrzeugen und mindestens 51 Einsatzkräften, die der Kreis für vier Spiele stellen musste, hat das DRK rund 15 Fahrzeuge und bis zu 39 Helfer gestellt, die ca 1.935 Helferstunden für den Kreis geleistet haben. Damit liegt der Kreisverband Mettmann an der Spitze im DRK-Landesverband Nordrhein.

 

Während des Orkans "Kyrill" im Jahr 2007 waren Komponenten der DRK-Einsatzeinheiten Kreisweit im Einsatz.

 

Für weiterführende Informationen über die Arbeit des DRK-Kreisverbands Mettmann - z. B. unseren Jahresbericht, Presseinformationen und andere Publikationen - rufen Sie uns bitte an (Frau Manegold) oder benutzen Sie doch einfach unser Kontaktformular.

 

Umfangreiche Informationen über Geschichte, Grundsätze, Leitbild, Struktur und Aufgaben des DRK finden Sie auf den Seiten des DRK-Bundesverbandes unter "Wer wir sind".